Zusammenfassung
Was du über die Migränediagnostik wissen musst. Du kennst das klassische Bild einer Migräne – pochende Kopfschmerzen, Übelkeit, Lichtempfindlichkeit. Aber wusstest du, dass es über 48 verschiedene Migräne-Sonderformen gibt? Manche davon sind so ungewöhnlich, dass selbst erfahrene Ärzte erst einmal rätseln müssen. In diesem Artikel lernst du die Diagnosekriterien für eine Migräne kennen, sowie einige der unterschiedlichen Sonderformen einer Migräne.
- Zusammenfassung
- Wie wird Migräne diagnostiziert?
- Sonderformen der Migräne
- Migräne mit Aura – Die häufigste Form der Migräne
- Migräne mit Hirnstammaura (Basiläre Migräne)
- Hemiplegische Migräne – Die seltene motorische Form
- Retinale Migräne – Wenn nur ein Auge betroffen ist
- Ophthalmoplegische Migräne (RPON)
- Chronische Migräne und Status migraenosus
- Status migraenosus – Die langanhaltende Attacke
- Migränöser Infarkt als seltene Komplikation
- Stille Migräne – Aura ohne Kopfschmerzen
- Menstruationsbezogene Migräne-Sonderformen
- Ophthalmoplegische Migräne (RPON) – Die umbenannte Rarität
- Häufig gestellte Fragen (FAQs)
- Ist Migräne gefährlich?
- Kann sich eine normale Migräne zu einer chronischen Migräne entwickeln?
- Was mache ich bei einem Migräne-Notfall?
- Was sind die häufigsten Symptome einer Migräne?
- Welche verschiedenen Arten von Migräne gibt es?
- Wie entsteht Migräne?
- Was sind die Kriterien einer Migräne?
- Wie kann man Migräne vorbeugen?
- Wie wird Migräne behandelt?
- Was ist eine rein menstruelle Migräne?
- Wie häufig tritt Migräne in der Gesellschaft auf?
Disclaimer
Die Inhalte dieses Blogbeitrags werden sorgfältig recherchiert und dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Bildung. Sie ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Jede Person reagiert unterschiedlich, und wissenschaftliche Erkenntnisse entwickeln sich ständig weiter.
Bitte besprich gesundheitliche Fragen und Therapieentscheidungen immer mit deinem Arzt oder deiner Ärztin.
Ich übernehme keine Haftung für Schäden oder Folgen, die aus der Anwendung der hier bereitgestellten Informationen entstehen.
Wie wird Migräne diagnostiziert?
Die International Headache Society (IHS)
Gehst Du mit dem Verdacht an Migräne zu leiden zu einem Arzt, wird er üblicherweise die Kriterien der IHS für eine Diagnostik heranziehen.
Aber wer oder was ist die IHS ? Die IHS ist eine globale Organisation, die sich der Erforschung, Behandlung und Prävention von Kopfschmerzen widmet.
Sie wurde 1978 gegründet und ist eine gemeinnützige, internationale Gesellschaft von Fachleuten, die sich mit Kopfschmerzerkrankungen befassen. Eines ihrer Aufgaben ist die Entwicklung und Veröffentlichung der „International Classification of Headache Disorders“ (ICHD), ein weltweit anerkanntes Klassifikationssystem für Kopfschmerzerkrankungen, und sie erstellt anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse Richtlinien für die Diagnose und Behandlung von Kopfschmerzerkrankungen.
Die ICHD-3 ist so etwas wie die Bibel für Kopfschmerzspezialisten. Sie teilt Migräne nicht nur in „mit“ und „ohne Aura“ ein, sondern unterscheidet zwischen dutzenden verschiedenen Formen. Das ist super wichtig, denn die richtige Diagnose entscheidet über die passende Behandlung.
Migränediagnostik: Formelle Diagnosekriterien der IHS

Um die Diagnostik zu optimieren ist es gut, wenn du dir jedes Mal wenn du Kopfschmerzen hast Notizen machst. Dafür kannst du dir ein Notizheft nehmen, dir ein Migränetagebuch kaufen, oder ein App verwenden.
Folgende Informationen sind hilfreich zu notieren:

Eine sehr gute Migräne App ist die der Schmerzklinik Kiel. In dieser App kannst Du nicht nur Deine Kopfschmerzen dokumentieren, sondern findest auch Entspannungsübungen und sehr viele Informationen über Migräne.
Sonderformen der Migräne
Etwa 25% aller Migräniker haben eine untypische Migräne. Das klingt wenig, aber bei über einer Milliarde Betroffener weltweit sprechen wir von vielen Millionen Menschen. Viele von ihnen irren jahrelang von Arzt zu Arzt, bis endlich jemand ihre spezielle Form erkennt. Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft hat mittlerweile 48 Hauptformen der Migräne klassifiziert – jede mit ihren eigenen Tücken. Ein paar von ihnen werden wir uns jetzt mal angucken.
Migräne mit Aura – Die häufigste Form der Migräne
Wenn du jemals vor einer Migräne-Attacke seltsame Lichtblitze oder Zickzacklinien gesehen hast, dann gehörst du zu den 25% mit Migräne mit Aura. Diese Form ist faszinierend und erschreckend zugleich. Die Kopfschmerzen kommen meist erst nach abklingen der Aura. Aber auch hier gilt: keine Regel ohne Ausnahme.
Die Aura ist wie ein neurologischer Sturm, der durch dein Gehirn zieht. Meist beginnt sie 5-60 Minuten vor den Kopfschmerzen. Du merkst plötzlich, dass etwas nicht stimmt – die Welt sieht anders aus, fühlt sich anders an.
90% der Aura-Anzeichen sind visuell. Stell dir vor, jemand würde eine zerbrochene Glasscheibe vor deine Augen halten – genau so können die berühmten „Fortifikationen“ aussehen. Diese gezackten Linien wandern langsam durch dein Gesichtsfeld und hinterlassen manchmal blinde Flecken. Die Symptome wie Sehstörungen ist das, was die meisten mit einer Aura in Verbindung bringen.
Dann gibt es sensorische Symptome: ein Kribbeln beginnt meist in den Fingerspitzen und wandert den Arm hoch – wie ein elektrischer Strom. Manche beschreiben es als würden tausende Ameisen über ihre Haut laufen. Klingt verrückt, ist aber völlig typisch.
Und ja, Sprachstörungen können auch auftreten. Plötzlich fallen dir die einfachsten Wörter nicht mehr ein. Du weißt genau, was du sagen willst, aber deine Zunge gehorcht nicht. Das kann richtig Angst machen – besonders beim ersten Mal.
Migräne mit Hirnstammaura (Basiläre Migräne)
Früher nannte man sie „basiläre Migräne“ – ein Name, der Angst macht und auch berechtigt ist. Diese Form betrifft den Hirnstamm, das Kontrollzentrum für lebenswichtige Funktionen.
Die Migräne mit Hirnstammaura ist eine seltene und besonders schwere Form der Migräne .
Leider dauert es oft Jahre, bis Betroffene eine korrekte Diagnose erhalten. Häufig werden sie immer und immer wieder auf Schlaganfall untersucht, was zu keinem Ergebnis führt.
Die Symptome sind vielfältig und können sehr intensiv sein. Typische Symptome umfassen:
- Schwindel (Vertigo): Oft extrem und langanhaltend.
- Hörstörungen: Tinnitus und Hörminderung.
- Sehstörungen: Doppelbilder (Diplopie), Lichtblitze (Photopsie), Gesichtsfeldausfälle (Skotome).
- Sprachstörungen: Dysarthrie oder Aphasie.
- Gleichgewichtsstörungen: Ataxie und unwillkürliche Augenbewegungen (Nystagmus).
- Bewusstseinsstörungen: Verwirrtheit, Desorientiertheit und vorübergehender Gedächtnisverlust.
- Sensorische Störungen: Beidseitige Missempfindungen, Taubheitsgefühle und Kribbeln.
Diese Symptome können leicht mit schwerwiegenderen Erkrankungen wie Schlaganfall oder Hirntumor verwechselt werden, was die Diagnose erschwert.
Die Diagnose ist knifflig, denn die Symptome können auch bei anderen neurologischen Erkrankungen auftreten. Deshalb ist eine genaue Anamnese so wichtig. Tinnitus, Koordinationsstörungen und Bewusstseinstrübungen sind typische Warnsignale.
Bewusstseinsstörungen sind das Alarmzeichen schlechthin. Wenn du während einer Migräne-Attacke verwirrt wirst oder das Bewusstsein verlierst, ist das ein Notfall.
Hemiplegische Migräne – Die seltene motorische Form
Mit etwa 1:10.000 Betroffenen ist die hemiplegische Migräne wahnsinnig selten. Aber für die, die sie haben, ist sie ein echter Albtraum – eine halbe Körperseite wird temporär gelähmt.
Bei einer hemiplegischen Migräne wird eine Körperseite von Muskelschwäche betroffen. Die Muskelschwäche startet normalerweise während der Aura, kurz vor der Kopfschmerzphase oder während der Kopfschmerzphase. Zusätzlich zu der Muskelschwäche können sensorische (zum Beispiel Kribbeln), visuelle Symptome oder Sprachprobleme hinzukommen.
Die Symptome können ein paar Stunden, aber auch ein paar Tage oder sogar bis zu 4 Wochen anhalten.
Bei diesem Migränetyp kann es in sehr seltenen Fällen auch zu schweren Komplikationen wie epileptische Anfälle, Gedächtnisverlust, Persönlichkeitsveränderungen oder sogar Koma kommen.
Achtung! Wenn Du die oben beschriebenen Anzeichen bemerkt, dann versuche nicht selber zu diagnostizieren, ob es sich um eine hemiplegische Migräne oder einem Schlaganfall handelt. Damit könntest Du wertvolle Zeit verlieren, falls es ein Schlaganfall ist. Rufe sofort den Rettungsdienst! Eine hemiplegische Migräne wäre kein Notfall, aber ein Schlaganfall ist einer.
Eine hemiplegische Migräne tritt in den meisten Fällen gehäuft in einer biologischen Familie auf da es vererbbar ist. Bislang wurden drei Untertypen klassifiziert, die jeweils durch eine andere Genmutation ausgelöst werden.
Die Information, ob so eine Migräne schon mal innerhalb der Familie aufgetreten ist, ist somit ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik. Die Vererbung folgt einem autosomal-dominanten Muster – das heißt, du brauchst nur ein defektes Gen von einem Elternteil.
Wichtig zu beachten: bei einer hemiplegischer Migräne sind Triptane tabu – sie könnten einen Schlaganfall auslösen.
Retinale Migräne – Wenn nur ein Auge betroffen ist
Stell dir vor, du schaust durch ein Kaleidoskop, aber nur mit einem Auge. So ähnlich fühlt sich eine retinale Migräne an – eine der seltsamsten Migräne-Formen überhaupt.
Die Retinale Migräne betriff immer nur ein Auge. Und wenn man das Auge zumacht, verschwinden die Symptome. Das betroffene Auge flimmert, entwickelt blinde Flecken oder wird sogar temporär blind. Das Gruselige: Das andere Auge funktioniert völlig normal. Die Symptome dauern 5 Minuten bis eine Stunde. Sie entsteht durch Ischämie oder Vasospasmen in der Netzhaut oder den versorgenden Gefäßen.
Viele Augenärzte haben noch nie eine retinale Migräne gesehen. Die Diagnose erfolgt meist durch Ausschluss – wenn alle anderen Ursachen wegfallen, bleibt die Migräne übrig.
Die Behandlung ähnelt anderen Migräne-Formen, aber Vorsicht: Manche Medikamente können die Netzhaut schädigen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Neurologen und Augenarzt ist wichtig.
Ophthalmoplegische Migräne (RPON)
Der Begriff „ophthalmische Migräne“ oder „Augenmigräne“ klingt erstmal dramatisch – als wäre dein Auge betroffen. Aber das stimmt gar nicht! Die Probleme entstehen im Gehirn, nicht im Auge selbst.
Was ist ophthalmische Migräne ? Ophthalmische Migräne ist eigentlich nur ein veralteter Name für Migräne mit visueller Aura. Der Begriff ist heute etwas irreführend, weil viele Leute denken, ihr Auge wäre krank. Dabei ist es dein Gehirn, genauer gesagt die Sehrinde, die gerade verrückt spielt.
Die Symptome sind echt beeindruckend: Plötzlich siehst du Lichtblitze, durchsichtige Girlanden in allen Farben oder ein Flimmern, das auch bei geschlossenen Augen bleibt. Es betrifft beide Augen gleichzeitig, weil ja dein Gehirn das Problem ist.
Was ist der Unterschied zu einer retinalen Migräne? Hier wird’s spannend – bei der ophthalmischen Migräne siehst du die Störungen auch mit geschlossenen Augen, bei der retinalen verschwindet alles, wenn du das betroffene Auge zumachst. Klingt nach einer kleinen Nuance, ist aber wichtig für die Diagnose.
Chronische Migräne und Status migraenosus
Wenn Migräne zum Dauerzustand wird, sprechen wir von chronischen Formen. Das ist kein Leben mehr – das ist Überleben. Studien zeigen, dass etwa 2.5-3% der Patienten mit episodischer Migräne jährlich zu einer chronsichen Migräne übergehen. Risikofaktoren für diese Transformation umfassen hohe Anfallsfrequenz (≥10 Tage pro Monat), Depression, unzureichende Akutbehandlung und Medikamentenübergebrauch. Eine hochfrequente episodische Migräne mit ≥10 Kopfschmerztagen pro Monat erhöht das Risiko für eine Chronifizierung um das Fünffache.
15 oder mehr Kopfschmerztage pro Monat über drei Monate – so lautet die Definition. Klingt trocken, bedeutet aber Hölle auf Erden für die Betroffenen. PatientInnen mit einer chronischen Migräne sind teilweise gezwungen, eine Frühberentung zu beantragen.
Status migraenosus – Die langanhaltende Attacke
72 Stunden oder länger – so lange kann ein Status migraenosus dauern. Der Rekord liegt bei mehreren Wochen. Das ist ein medizinischer Notfall und gehört ins Krankenhaus. Dort wird der Status mit Medikamenten durchbrochen.
Migränöser Infarkt als seltene Komplikation
Wenn Aura-Symptome länger als 60 Minuten anhalten, muss sofort ein MRT gemacht werden. Manchmal wird aus der harmlosen Migräne ein echter Schlaganfall.
Die meisten migränösen Infarkte heilen ohne bleibende Schäden. Trotzdem ist das Risiko für weitere Schlaganfälle erhöht – lebenslange Kontrollen sind nötig.
Stille Migräne – Aura ohne Kopfschmerzen
Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein: Alle typischen Migräne-Begleitsymptome, aber keine Kopfschmerzen. Willkommen in der Welt der stillen Migräne. Die Symptome sind wie bei einer Aura: Du siehst Lichtblitze, hast Übelkeit, bist lichtempfindlich – aber das war es dann. Nach Abklingen der Symptome kommen keine Kopfschmerzen. Nur 4% aller Migräniker haben diese Version.
Ohne das Leitsymptom Kopfschmerz ist die Diagnose aber extrem schwierig. Viele Betroffene werden jahrelang falsch behandelt oder für Hypochonder gehalten.
Menstruationsbezogene Migräne-Sonderformen
Hormone und Migräne – das ist eine Geschichte für sich. Etwa 60% aller Migränikerinnen bemerken einen Zusammenhang mit ihrer Periode. Dabei ist der Östrogenabfall vor der Periode der Hauptauslöser. Nicht immer bedeutet ein gefühlter Zusammenhang aber auch, dass die Hormone die Hauptrolle bei der Auslösung einer Attacke spielen. Man unterscheidet daher zwischen einer
Rein menstruelle Migräne ohne Aura
Diese Form tritt nur um die Menstruation auf – 2 Tage vorher bis 3 Tage nachher. Der Rest des Monats ist kopfschmerzfrei. Klingt planbar, ist es aber leider nicht.
Menstruationsassoziierte Migräne
Hier hast du sowohl menstruelle als auch nicht-menstruelle Attacken. Das Schlimmste aus beiden Welten sozusagen.
Ophthalmoplegische Migräne (RPON) – Die umbenannte Rarität
Die ophthalmoplegische Migräne heißt mittlerweile „Recurrent Painful Ophthalmoplegic Neuropathy“ – kurz RPON. Warum? Weil sie wahrscheinlich gar keine echte Migräne ist.
RPON ist extrem selten – wir reden von 0,7 Fällen pro Million Menschen pro Jahr. Das ist so selten, dass viele Ärzte nie einen Fall sehen werden. Die Erkrankung trifft hauptsächlich Kinder und junge Erwachsene, vor allem Mädchen und junge Frauen.
Die Symptome sind dramatisch. Stell dir vor: Du hast migräneartige Kopfschmerzen und plötzlich – manchmal erst zwei Wochen später – funktioniert dein Augenlid nicht mehr richtig. Dein Auge hängt herunter, du siehst doppelt oder kannst das Auge nicht mehr in alle Richtungen bewegen. Das ist RPON in Aktion.
Meist erwischt es den Okulomotoriusnerv – den dritten Hirnnerv. Der steuert die meisten Augenmuskeln. Seltener sind der Abducens- oder Trochlearisnerv dran. Im MRT sieht man oft, wie der betroffene Nerv dick und entzündet aussieht.
Es gibt kein Standardrezept für RPON. Am häufigsten werden Kortikosteroide eingesetzt – die helfen bei etwa jedem zweiten Patienten. Manche schwören auf Pregabalin oder Indomethacin, in hartnäckigen Fällen kommen auch Immunglobuline zum Einsatz. Die gute Nachricht: Die Erkrankung heilt meist von selbst, aber bei häufigen Rückfällen können leider bleibende Schäden zurückbleiben.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Ist Migräne gefährlich?
Die meisten Migränearten sind nicht per se gefährlich. Ausnahmen sind der Status migraenosus und der migränöse Infarkt – hier ist schnelle ärztliche Hilfe nötig. Jeder Migräne Anfall kann aber zu einer gefährlichen Situation führen, zum Beispiel beim Autofahren.
Kann sich eine normale Migräne zu einer chronischen Migräne entwickeln?
Ja, das ist möglich. Besonders die chronische Migräne entwickelt sich oft aus episodischen Formen. Deshalb ist eine frühe und konsequente Behandlung so wichtig.
Was mache ich bei einem Migräne-Notfall?
Bei anhaltenden neurologischen Ausfällen, Bewusstseinsstörungen oder Attacken über 72 Stunden solltest du sofort ins Krankenhaus.
Was sind die häufigsten Symptome einer Migräne?
Die Symptome einer Migräne können sehr unterschiedlich sein, beinhalten jedoch häufig starke Kopfschmerzen, die meist einseitig auftreten. Dazu kommen oft neurologische Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit und bei manchen Menschen auch Schwindel. Während einer Migräneattacke können auch Symptome einer Aura auftreten, die visuelle Veränderungen oder andere neurologische Störungen umfassen.
Welche verschiedenen Arten von Migräne gibt es?
Es gibt mehrere Arten der Migräne, darunter die Migräne mit typischer Aura, die vestibuläre Migräne und die menstruelle Migräne. Seltene Formen der Migräne, wie die hemiplegische Migräne oder die okulare Migräne, treten ebenfalls auf. Jede Form hat ihre eigenen spezifischen Symptome und Auslöser.
Wie entsteht Migräne?
Die genaue Entstehung der Migräne ist noch nicht vollständig verstanden, jedoch spielen genetische Faktoren, Umweltfaktoren und neurologische Veränderungen eine Rolle. Menschen mit Migräne haben häufig eine familiäre Vorgeschichte von Kopfschmerzen, was darauf hinweist, dass Migräne vererbbar ist. Auch bestimmte Auslöser, wie Stress oder hormonelle Veränderungen, können einen Migräneanfall auslösen.
Was sind die Kriterien einer Migräne?
Die Kriterien einer Migräne beinhalten typischerweise die Dauer der Kopfschmerzen, die Intensität der Schmerzen und begleitende Symptome. Um als Migräne diagnostiziert zu werden, müssen die Kopfschmerzen mindestens fünf Mal aufgetreten sein und mindestens zwei der folgenden Merkmale aufweisen: einseitige Lokalisation, pulsierender Schmerz, mäßige bis starke Intensität und Verschlechterung durch körperliche Aktivität.
Wie kann man Migräne vorbeugen?
Um Migräne vorzubeugen, ist es wichtig, individuelle Auslöser zu identifizieren und zu vermeiden. Regelmäßige Schlafmuster, eine ausgewogene Ernährung und Stressmanagement können helfen. In einigen Fällen kann eine prophylaktische Therapie der Migräne in Form von Medikamenten erforderlich sein, insbesondere bei Patienten mit einer chronischen Migräne.
Wie wird Migräne behandelt?
Die Behandlung von Migräne umfasst sowohl akute Maßnahmen während einer Migräneattacke als auch präventive Therapien. Akute Medikamente können Schmerzmittel oder spezifische Migränemedikamente sein. Die Therapie der Migräne richtet sich nach der Häufigkeit und Schwere der Anfälle und kann auch alternative Heilmethoden beinhalten.
Was ist eine rein menstruelle Migräne?
Die rein menstruelle Migräne tritt ausschließlich während der Menstruation auf und ist bei vielen Frauen ein häufiges Problem. Diese Form der Migräne wird durch hormonelle Veränderungen im Körper ausgelöst und kann auch mit anderen neurologischen Symptomen einhergehen. Frauen, die unter dieser Art der Migräne leiden, sollten ihre Symptome mit einem Arzt besprechen.
Wie häufig tritt Migräne in der Gesellschaft auf?
Die Prävalenz der Migräne ist in der Gesellschaft hoch, wobei schätzungsweise 10-15% der Bevölkerung betroffen sind. Migräne zählt zu den häufigsten Formen von Kopfschmerzen und kann Menschen jeden Alters betreffen, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Die Auswirkungen auf das tägliche Leben der Betroffenen sind oft erheblich.



